Philippus Hausgemeindebewegung

Hausgemeinden, die miteinander vernetzt sind und sich auf allen Ebenen multiplizieren (siehe Apostelgeschichte 2,38-47 und Matthäus 28,18-20).

Jesus hat seine Jünger mit einem Auftrag in die Welt gesandt, der heute noch gültig ist: „Ich habe von Gott Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!“ (Matthäus 28,18-20)
Gemeinsam nehmen wir Gottes Anliegen wahr:
„Denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und seine Wahrheit erkennen.“ (1.Timotheus 2,4)
Der folgende Bibeltext aus der Apostelgeschichte 2,38-47 ist das Kernstück, aus dem wir die Hausgemeindebewegung begründen:
„Ändert euch und euer Leben! Wendet euch Gott zu! fordert Petrus sie auf. Lasst euch auf den Namen Jesu Christi taufen, damit euch Gott eure Sünden vergibt und ihr den Heiligen Geist empfangt. Das alles ist euch, euren Nachkommen und den Menschen in aller Welt zugesagt, die der Herr, unser Gott, in seinen Dienst berufen wird. Petrus sprach noch lange mit ihnen und forderte sie eindringlich auf: Lasst euch von eurer Gottlosigkeit erretten! Viele Zuhörer glaubten, was Petrus ihnen sagte, und liessen sich taufen. Etwa dreitausend Menschen wurden an diesem Tag in die Gemeinde aufgenommen. Diese ersten Christen liessen sich regelmässig von den Aposteln unterrichten und lebten in brüderlicher Gemeinschaft, feierten das Abendmahl und beteten miteinander. Eine tiefe Ehrfurcht vor Gott erfüllte sie alle. Er wirkte durch die Apostel viele Wunder und bestätigte auf diese Weise ihre Worte. Die Gläubigen lebten wie in einer grossen Familie. Was sie besassen, gehörte ihnen gemeinsam. Wer ein Grundstück oder anderen Besitz hatte, verkaufte ihn und half mit dem Geld denen, die in Not waren. Täglich kamen sie im Tempel zusammen und feierten in den Häusern das Abendmahl. In grosser Freude und mit aufrichtigem Herzen trafen sie sich zu gemeinsamen Mahlzeiten. Sie lobten Gott und waren im ganzen Volk geachtet und anerkannt. Die Gemeinde wurde mit jedem Tag grösser, weil Gott viele Menschen rettete.“

Gemeinde verstehen wir so, dass sich mehrere Menschen im Namen Jesu versammeln (Matthäus 18,20), Gott anbeten und miteinander das Leben teilen. Junge und ältere Menschen treffen sich in privaten Wohnungen zum Essen, Austauschen, Beten, Bibellesen, einander Helfen und Weitergeben der Guten Nachricht von Jesus. Weil wir miteinander Freunde werden wollen, spielt die freiwillige, gemeinsame Freizeitgestaltung eine wichtige Rolle. Deshalb ist es ideal, wenn man geographisch nahe beieinander wohnt.
Obwohl die Hausgemeinden relativ eigenständig sind, sind sie nicht ganz unabhängig. Sobald es an einem Ort oder in einer Region zwei oder mehrere solcher Hausgemeinden gibt, schliessen sie sich zusammen und bilden ein Netz von Hausgemeinden, die sich gegenseitig unterstützen. Die grössere Gabenvielfalt in den Netzen kommt den einzelnen Hausgemeinden zugute. Wir versammeln uns nicht nur in den Hausgemeinden, sondern auch regelmässig in den Netzen.
Philippus steht für eine Bewegung, für Netze von 2 bis 5 Hausgemeinden und einzelnen Hausgemeinden. Jede Person gehört nicht nur zu einer Hausgemeinde, sondern auch zu einem Netz und zur ganzen Bewegung.
Bewegt von Jesus denken und handeln wir auf diesen drei Ebenen multiplikativ. Das heisst, jeder Jünger fördert mit Gottes Hilfe das Wachstum weiterer Jünger, die ebenfalls wieder Jünger hervorbringen, jeder Hausgemeindeleiter weitere Hausgemeindeleiter, jeder Netzleiter Netzleiter usw.
Wir alle wissen um die apostolische Sendung Jesu (wie sie in Matthäus 28,18-20 beschrieben ist), Gottes Reich auszubreiten, und dienen mit unseren Gaben diesem Auftrag entsprechend.
Der Diakon und Evangelist Philippus (aus Apostelgeschichte 8) ist uns darin ein Vorbild. Aber genauso wie er die Ergänzung durch die anderen Apostel benötigte, so brauchen auch wir die Ergänzung von anderen Christen ausserhalb unserer Bewegung, diese wiederum werden (wenn sie das wollen) durch unsere spezifischen Gaben ergänzend bereichert.
Das Reich Gottes ist wie ein Mischwald, der von alten, ehrwürdigen Bäumen, von jüngeren, unterschiedlichen Bäumen und von nachwachsendem Gehölz gebildet wird. Philippus ist wie dieses nachwachsende Unterholz zu verstehen.

Die Bibelstellen entsprechen der Bibelübersetzung „Hoffnung für alle“.

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